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Wird Oracle MySQL und Java einstampfen?

Wird die Java-Entwickler-Community vorangetrieben? Verschwindet MySQL von der Bildfläche? Was ist der nächste Meilenstein für Processing?
Zahlreiche OpenSource-Angsthasen werden nun durch die Aussage der CEO des OpenSource-Business-Intelligence-Anbieters Jaspersoft beruhigt.

Weder MySQL noch Java werden von der Bildfläche entschwinden.

Ganz im Gegenteil, die Java-Entwickler-Community wird profitieren.

Zudem wird Oracle, laut einer Umfrage von 130.000 Kunden und Mitgliedern der weltweiten Open-Source-Community ein immenser Vertrauensvorsprung gegeben.

Der Chef von OpenSource BI-Marktführer Jaspersoft, Brian Gentile, entkräftet die Befürchtungen nach der Sun-Übernahme durch Oracles.

Für Java und MySQL wird die Übernahme durch Oracle eine Belebung und Bereicherung bringen. Durch die Übernahme haben sich die Bedingungen für Java und MySQL verbessert.

Warum ist die Übernahme positiv für Java und MySQL?

Java und MySQL sind besser aufgehoben, da davon ausgegangen wird, dass unter dem Dach von Oracle künftig mehr Innovationen und eine schnellere Weiterentwicklung möglich sind.

Mehrheitlich planen vor allen grosse Unternehmen einen verstärkten Einsatz von Java.

Die damit verbundenen Neuerungen waren jedoch bei Sun nicht in dem Mass möglich, wie man sie bei Oracle erwartet.

Auch für Oracle ist es von Vorteil bei der Nutzung quelloffener Software in weltweit agierenden Unternemen dabei zu sein.

Mit der Übernahme wird Oracle nun der weltweit grösste OpenSource-Anbieter.

Wurde die Version 1.2 nun frei gegeben? Was ist die grösste Neuerung von Processing?

Die Version 1.2 ihrer kostenlosen Einsteiger-Programmierumgebung wurde nun von den Processing-Entwicklern zum Download frei gegeben. Dabei ist die grösste Neuerung, dass Processing nun auch die Syntax von Java 5 unterstützt. Ausgebaut wurde auch die Unterstützung für die Grafikformate SVG und PDF.

Seit dem letzten grösseren Release 1.1 im vergangenen März haben die Entwickler auch andere Probleme wie mit dem jüngsten Java-Update für Mac OS X beseitigt und eigenen Angaben zufolge knapp 12.000 Bugs gefixt.

Wie eine native Anwendung könnte sich Processing nun für Mac-Nutzer anfühlen.

Auch wenn das letzte Editorfenster geschlossen wird, bleibt im Hintergrund die Entwicklungsumgebung aktiv.

Mit der vereinfachten Variante von Java, bei der man mit einer Handvoll Zeilen auf intuitive, imperative Weise Grafiken und Animationen auf den Bildschirm bringen kann, handelt es sich bei Processing um eine bewusst reduzierte Programmierumgebung.

Für Anfänger und Quereinsteiger wird dieser Ansatz von Processing dadurch auch interessant.

Die Codes von fortgeschrittenen Programmierern können mit mächtigeren Java-Konstrukten aufgemotzt werden.

Das Team um Ben Fry und Casey Reas unter Open-Source-Lizenz (GPL) entwickelt seit 2001 Processing.

Die Entwickler rangen sich im November 2008, nach über 160 kleinschrittigen Vorab-Releases, zur Freigabe von   1.0 Version durch.