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Was ist die grösste Herausforderung von VoIP?

Bei VoIP ist die Aufrechterhaltung einer guten Sprachqualität eine aktuelle Herausforderung. Können dabei gleichzeitig Strom und Betriebskosten gespart werden?
Die Internettelefonie, das Telefonieren mittels Datenpaketen hat sich bei Privatpersonen wie auch bei vielen Firmen längst etabliert.

Auch der Markt bietet mittlerweile dafür geeignete Lösungen für kleine Unternehmen bis hin zur komplexen Infrastruktur multinationaler Konzerne.

Der Vorteil von VoIP liegt in der digitalen Kombination von Daten und Sprache.

Der damit verbundene Funktionsumfang kann von der herkömmlichen Telefonie nicht erreicht werden.

Wird die Telefoninfrastruktur auf VoIP umgestellt, gilt es ein paar Dinge zu beachten. Sprachqualität und hohe Verfügbarkeit sollten gewährleistet sein.

Dann kann mit VoIP sogar an Stromkosten spürbar gespart werden.

Was beeinflusst die Sprachqualität?

Die Qualität einer Sprachverbindung wird von verschiedenen Faktoren in einem Datennetz beeinflusst.

Eine ausreichende Bandbreite gehört ebenso dazu wie eine möglichst geringe Latenz.

Es ist wichtig, dass für ein Telefongespräch über ein Datennetzwerk immer ausreichend Bandbreite zur Verfügung steht.

Hilfreich ist hier eine Reservierung einer Mindestbandbreite für die Internettelefonie wie auch Priorisierungsfunktionen in den Netzwerk-Switches.

Bereits vor der Einführung des Voice over IP sollten Unternehmen sicherstellen, dass die eigene Netzwerkinfrastruktur die Kennzeichnung von Sprachpaketen erlaubt.

So können Quality-of-Service-Mechanismen (QoS) in den Switches Sprachdaten den Vorrang geben vor weniger zeitkritischen Daten.  

Übermittlungsverzögerung

Ein weiterer Faktor ist die Verzögerung bei der Übermittlung von Datenpaketen, die auch als Latenz bezeichnet wird.

Switches, Router oder Firewalls erhöhe diesen Wert.

Da sich die Geräte der verschiedenen Hersteller sehr unterscheiden, sollte bei der Komponentenauswahl der lastabhängigen Latenz eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.  

Auch Jitter, das für die Varianz der Laufzeit von Datenpaketen vom Sender zum Empfänger steht, tragen zur Latenz bei.

So genannte Jitter-Puffer können grossen Schwankungen entgegenwirken und glätten den Paketfluss.

Da Jitter ebenfalls zur Latenz beitragen werden Einwegverzögerungen von maximal 150ms empfohlen.

Stromsparen mit VoIP?

Mit Hilfe von VoIP könnten Unternehmen ihre IT-Kosten über eine Energieversorgung mit Power over Ethernet (PoE) senken.

Netzwerk-Switches mit einem intelligenten Betriebssystem können zum Energiemanager avancieren.

Die VoIP-Telefone könnten beispielsweise am Abend und am Wochenende von der Stromversorgung getrennt werden.

Je nach Menge der Telefone, vor allem bei Grosskonzernen lassen sich deutliche Einsparungen erzielen.